FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema Mobilfunk-Inhouseversorgung

 

 

Was versteht man unter einer Mobilfunk-Inhouseversorgung?
Eine Anlage zur Verbesserung des Mobilfunkempfangs in Gebäuden.
Mobilfunk-Inhouseanlagen sind Systeme, die GSM und/oder UMTS- bzw. LTE Signale über eine Anbinde-Antenne ausserhalb des Gebäudes empfangen und über eine Antenne oder ein Antennennetzwerk ganze Gebäude oder definierte Gebäudeteile versorgen. Bei größeren Indoor-Netzwerken kann auch der Einsatz einer eigenen Basisstation/NodeB notwendig sein.

 

Aus welchen Bestandteilen besteht ein Inhouse System?
Ein Inhouse System besteht aus einer Aussenempfangsantenne (Anbindeantenne), einem Repeater (bzw. Basisstation) und Inhouseantennen (-Netzwerk).

 

Ist es erlaubt, eine Mobilfunk-Inhouse Anlage zu installieren?
Die Installation von Inhouseverstärkern ist unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Einhaltung der Vorgaben der Netzbetreiber zugelassen. Die Inbetriebnahme und der Betrieb derartiger Anlagen unterliegen aber der Zustimmung und Zulassung durch den entsprechenden Netzbetreiber sowie der Regulierungsbehörde (BNetzA).

 

Wer darf Mobilfunk-Inhouse Anlagen in Betrieb nehmen?
Die Installationen von Inhouseanlagen darf nur durch ausgewählte und dafür qualifizierte Fachfirmen ausgeführt werden. Damit stellen Gesetzgeber und Netzbetreiber sicher, dass die Qualität ihres Netzes nicht beeinträchtigt wird. Der Betrieb von Repeateranlagen verlangt zwingend die schriftliche Zustimmung derjenigen Mobilfunknetzbetreiber (Provider), deren Frequenzen verstärkt werden. Die Firma Langreiter ist für alle deutschen Mobilfunkbetreiber tätig und zugelassen.

 

Darf ich einen im Internet gekauften Mobilfunkrepeater selber installieren und betreiben?
NEIN!

Oft verfügen solche Geräte zudem nicht über die notwendige Gerätezulassung. Wer solche Geräte in Bertrieb nimmt, verstösst gleich gegen mehrere Vorschriften und setzt sich der Gefahr aus, dafür vom Gesetzgeber und vom Netzbetreiber belangt zu werden. Strafen von über 10.000 EUR sind hier keine Seltenheit!

Die Inbetriebnahme eines Repeaters ohne der ausdrücklichen Zustimmung eines Netzbetreibers oder eine Frequenznutzung ohne Zuteilung, stellt nach § 149 Abs. 1 Nr. 10 TKG eine Ordnungswidrigkeit dar (vgl. Urteil Verwaltungsgericht Köln 21 K 2589/12 vom 17.07.2013

 

Verstärken Mobilfunk-Repeater nur das Signal eines Netzbetreibers, oder auch dasjenige der anderen Provider?
Ja, es ist möglich über die gleiche Anlage das Signal von mehreren Providern gleichzeitig zu verstärken. Aus kommerzieller Sicht mag dies aber nicht für jeden Fall interessant sein, da dadurch die Kosten der Anlage teurer werden können und die zur Bewilligung durch den Provider notwendigen Dokumente für jeden Netzbetreiber separat erstellt werden müssen.

 

Was kostet eine Mobilfunk-Inhouse Anlage?
Dies kommt auf die Situation (Grösse des Gebäudes, Vorraussetzungen zur Verlegung der Kabel, etc..) an. Unter 3.000,- EUR ist auch das kleinste Projekt nicht zu realisieren, da neben Funkausmessungen auch Planungs- und Installationsarbeiten sowie die Abwicklung der notwendigen Dokumentation zur Bewilligung der Anlage notwendig sind. Bei größeren Versorgungsflächen kann man als groben Richtwert ca. 3 EUR bis 5 EUR pro versorgten Quadratmeter annehmen. Dazu kommen die Kosten für zugelassene, aktive Verstärkerkomponenten, die sich nach versorgter Fläche und den zu verstärkenden Netzen richtet.

 

Verstärkt eine Mobifunk-Indoorversorgung die Belastung durch Funkwellen?
Nein. Interessanterweise ist es gerade umgekehrt. Die abgestrahlte Leistung an den Antennen im Innenbereich entspricht etwa der von einem Handy abgestrahlten Leistung während einem Gespräch in einem gut versorgten Gebiet.

Die Funkbelastung durch das Handy selbst ist in der Regel höher als diejenige der Mobilfunk-Antenne, da das Handy direkt am Körper getragen wird und im Gegensatz die Signale der Inhouseanlage aufgrund der Distanzen den Körper massiv abgeschwächt erreichen.

Da bei Mobilfunkhandys in schlecht versorgten Gebieten automatisch die Leistung erhöht wird und die Geräte mit dieser höheren Leistungen stetig versuchen das Netz zu erreichen, entspricht eine gute Versorgung im Innenbereich einer defakto geringeren Belastung. Insbesondere da die Leistungen für Inhouse Verstärker sowohl vom Gesetzgeber wie auch von Seiten der Netzbetreiber nach oben begrenzt sind. Sie eignen sich also nur für kurze Distanzen inneralb von Gebäuden.

Als positiver Nebeneffekt werden bei guter Mobilfunkversorgung zusätzlich die Akkus der Mobiltelefone geschont, weil diese mit der kleinstmöglichen Leistung arbeiten und so weniger Energie benötigen.