Mobilfunk-Inhouseversorgung - Grundlegende Informationen

In manchen Gebäuden besteht keine optimale Versorgung durch das bestehende Mobilfunknetz. Es kommt zu Gesprächsabbrüchen – oft kann gar nicht telefoniert werden. Besonders in Gebäuden, in denen viele Kunden telefonieren wollen, wie zum Beispiel in Einkaufszentren, Hotels oder Bürogebäuden, ist eine eigene Gebäudeversorgung oft die einzige Möglichkeit für eine optimale Mobilfunknutzung. In diesem Fall wird das Signal der Mobilfunkanlage auf mehrere Antennen aufgeteilt. Die Sendeleistung und die Immissionen pro Antenne sind dadurch sehr gering – sogar geringer als bei Handytelefonaten in schlecht versorgten Gebieten. Durch die Aufteilung des Mobilfunksignals auf mehrere Antennen wird eine gleichmäßige Versorgung des Gebäudes mit Mobilfunk gewährleistet. Der große Vorteil einer Gebäudeversorgung ist die optimale Empfangsqualität im Innenbereich. Handytelefonate können somit – ohne dicke Mauern oder bedampfte Fensterscheiben überwinden zu müssen – eine Verbindung zum Mobilfunknetz herstellen.

 

Die Antennen werden dabei unauffällig an der Decke oder an Wänden angebracht. Teilweise ist es auch möglich, die Antennen verdeckt zu montieren. Dies muss aber im Einzelfall geklärt werden.

 

In den meisten Fällen werden die Antennen einer Mobilfunk-Indoorversorgung über einen Mobilfunkrepeater gespeist. Dieser Repeater empfängt das Mobilfunksignal über eine Außenantenne, verstärkt das Signal und sendet es über die Indoorantennen im Gebäude.

Schema einer Inhouseversorgung mit Repeater:

Indoorversorgung mit Basisstation:

Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen die Leistung bzw. Kapazität eines Repeaters nicht ausreicht. Dort wird dann statt des Repeaters eine Basisstation (BS bzw. NodeB) eingesetzt. Die Versorgung über die Indoorantennen bleibt gleich. Statt der Aussenantenne für den Repeater wird dann eine Richtfunkantenne zur Anbindung der Basisstation benötigt.